Zitate der hl. Caterina von Siena
Die hl. Caterina von Siena (Katharina von Siena, 1347–1380), Kirchenlehrerin und Patronin Europas, hat ihre Gedanken in ihren Briefen, im Dialog und in ihren Gebeten hinterlassen. Auf diesen Seiten finden Sie rund 175 Zitate aus diesen Werken, geordnet nach 15 Themen; bei jedem Zitat ist die Quelle angegeben.
Zu jedem Thema steht hier ein Wort der Heiligen. Der Link darunter führt zu allen Zitaten des Themas.
Gott
Unsere wahre Würde und Größe ist Gott.
(Brief 101, an Kardinal Iacopo Orsini)
Mensch
So wie der Funke sein Entstehen nur dem Feuer verdankt, so verdanken auch wir unser Dasein allein dem ersten Ursprung, nämlich Gott.
(Brief 70, an Bartolomeo Dominici)
Seele
Wie der Leib durch die Seele lebt, so lebt die Seele durch Gott.
(Brief 77, an William Flete)
Liebe
Die Liebe ist das süße und heilige Band, das die Seele mit ihrem Schöpfer verbindet.
(Brief 7, an Kardinal Pierre d’Estaing)
Tugenden
Alle Tugenden erwachsen und leben aus der Liebe.
(Brief 313, an Onorato Gaetani, Graf von Fondi)
Geduld
Die Geduld ist das Mark der Liebe.
(Dialog 95)
Gebet
Sprecht die Gebete nicht nur mit den Lippen, sondern mit dem Herzen und mit großem Verlangen.
(Brief 336, an die Priorin und die Nonnen im Kloster der hl. Agnes)
Sehnsucht
Durch die Sehnsucht und Liebe nach der Ehre Gottes wird den Ehrungen von Seiten der Welt jegliche Bedeutung genommen.
(Brief 183, an Iacopo da Itri, Erzbischof von Otranto)
Selbsterkenntnis
In der Selbsterkenntnis erkennen wir die Güte Gottes, und daher lieben wir ihn. Und wir erkennen zugleich unsere eigene Armseligkeit, und so werden wir demütig und verabscheuen die Sünde.
(Brief 366, an Andrea Vanni)
Sünde
Sündigen ist menschlich, aber auf der Sünde zu beharren, ist teuflisch.
(Brief 348, an Johanna von Anjou, Königin von Neapel)
Gnade
Die Menschheit ist aus sich selbst nichts; was wir haben, haben wir von Gott aus Gnade und nicht, weil er es uns schuldet.
(Brief 28, an Bernabò Visconti)
Jesus Christus
Auf dem Amboss seines Leibes hat er unsere Sünden bearbeitet und uns im Blut zum neuen Leben der Gnade erschaffen.
(Brief 315, an Pietro da Milano)
Maria
Ich bitte Euch, so Ihr es noch nicht tut: Betet jeden Tag das Offizium der Jungfrau Maria, damit sie Euer Trost sei und Eure Fürsprecherin vor Gott.
(Brief 258, an Ristoro Canigiani)
Kirche
Die Kirche ist auf Liebe gegründet, und sie ist selber Liebe.
(Brief 371, an Papst Urban VI.)
Zeit / Ewigkeit
Wartet nicht länger auf die Zeit, denn die Zeit wartet nicht auf Euch.
(Brief 362, an Johanna von Anjou, Königin von Neapel)